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Energiesparen im Haushalt- Die 5 größten Stromfresser

Ob Milchaufschäumer, elektrische Zahnbürste oder vollautomatische Kaffeemaschine – das Leben mit modernen elektronischen Geräten bietet dem Menschen mehr und mehr Komfort, während allerhand Geräte die Aufgaben des Alltags erleichtern. Doch der Einsatz einer ständig wachsenden Anzahl an elektronischen Helfern fordert im wahrsten Sinne des Wortes seinen Preis:

Vor allem innerhalb der letzten Jahre schossen die Strompreise beständig weiter in die Höhe, so dass das Thema Energiesparen wieder mehr in den Fokus der Bevölkerung gerückt ist. Auf den Komfort vieler Geräte möchten die Menschen deswegen aber trotzdem nicht verzichten und prinzipiell, ist dies auch nicht unbedingt notwendig. Natürlich machen viele, kleine Elektrogeräte auf Dauer auch „Mist“, vorrangig gilt es jedoch, auf die tatsächlichen „Stromfresser“ im Haushalt zu achten. Wer sich der größten Verbrauchsquellen in seinem Haushalt bewusst ist, und diese mit Verstand einzusetzen weiß, kann nämlich schon einen ziemlich großen Anteil seines Verbrauchs einsparen. Im folgenden werden die 5 größten Stromfresser, zusammen mit Tipps zum energiesparenden Einsatz, vorgestellt:

Platz 1 – Das Heimbüro

Hierzu zählen Geräte wie PCs, Telefon, Fax-, Druck- und Scannergeräte, sowie Netzteile, WLAN-Geräte und alle damit verbundenen Signallämpchen. Diese Geräte sind den Großteil ihrer Lebenszeit eingeschaltet und verbrauchen fast permanent Strom. Gerade dort, wo ein Rechner mehrere Geräte verbindet, lohnt sich der Einsatz einer ein- und ausschaltbaren Mehrfachsteckdose. Ein Laptop verbraucht zudem bis zu 70 Prozent weniger Energie, als ein stationärer Rechner. Das Heimbüro macht insgesamt etwa 13 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt aus.

Platz 2 – TV- und Audio

Heimkino und Audiogeräte machen zusammen knapp 12 Prozent des Gesamtverbrauchs an Energie im Haushalt aus. Besonders die oftmals langen Laufzeiten im so genannten „Standby-Modus“ , sorgen für versteckte Energiekosten. Auch hier ist der Einsatz einer Mehrfachsteckdose empfehlenswert, so dass mehrere Geräte mit nur einem Schalter vom Netz genommen werden können.

Platz 3 – Warmwasseraufbereitung

Je nach verwendeter Technologie macht die Warmwasseraufbereitung zwischen rund 12 bis fast 28 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt aus. Daher gilt: Wer Warmwasser spart, senkt seine Stromkosten gleich mit. Daher besser duschen, statt baden und warmes Wasser nie länger als nötig laufen lassen. Viele Reiniger kommen zudem auch mit kaltem oder lauwarmem Wasser aus, weshalb beim Putzen nicht zwangsläufig heißes Wasser verwendet werden muss.

Platz 4 – Kühlen

Kühlschrank samt Gefriertruhe stellen die viertgrößten Stromfresser im Haushalt dar. Die Faustregel lautet hierbei: Je niedriger die Temperatur eingestellt ist, desto höher ist der Energieverbrauch. Experten empfehlen eine Temperatureinstellung von 7 Grad Celsius. Beim Kühlschrank sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Türen stets fest verschlossen sind und nur so kurz wie möglich geöffnet werden. Heiße oder erwärmte Speisen sollten nie direkt in den Kühlschrank gestellt werden, sondern zunächst außerhalb auf Zimmertemperatur herunter kühlen. Wenn dagegen Tiefgefrorenes langsam im Kühlschrank abgetaut wird, senkt dies den Stromverbrauch. Auch der Standort des Kühlschrankes spielt eine Rolle: So sollten Kühlgeräte beispielsweise nie direkt neben Wärmequellen, wie dem Herd, platziert werden. Außerdem sollte der Kühlschrank keiner dauerhaften, direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, sondern vielmehr in einer schattigen Ecke des Raumes stehen.

Platz 5 – Beleuchtung

Nicht umsonst wurden die alten Glühlampen per EU-Gesetz verbannt. Diese wandeln nämlich gerade einmal 5 Prozent der benötigten Energie in Licht um, der Rest geht dagegen einfach als Wärmeabstrahlung verloren. Viel effizienter sind dagegen LED-Leuchten oder Energiesparlampen. Für den Garten oder die Terrasse gibt es mittlerweile zudem Leuchten mit kleinen Solarzellen, die sich tagsüber aufladen und abends die Energie als Licht wieder abgeben.

Foto: ponsulak / freedigitalphotos.net